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Kleine Baustilkunde: Die historische Fassade der Neorenaissance


5. Dezember 2022

Das denkmalgeschützte Gründerzeitgebäude stammt aus den Jahren 1889-1891 und somit aus der Zeit des Historismus. Damals hat man für Neubauten auf Formen vergangener Stilepochen zurückgegriffen, teilweise sogar Motive verschiedener Epochen vermischt.

Die Fassade unseres Gebäudes ist der Neorenaissance zuzuordnen. Sie greift vor allem Elemente der Renaissance aus dem 15. und 16. Jahrhundert wieder auf. Das war zu dieser Zeit sehr modern, besonders für kulturelle und öffentliche Gebäude. Die Außenfassaden der Alten Oper und auch des Frankfurter Hauptbahnhofs sind weitere Beispiele für Fassaden der Neorenaissance. Der damalige Bauherr der Neue Mainzer Straße 59, die Bank für Handel und Industrie (Darmstädter Bank), hat sich ebenfalls für diesen Stil entschieden und damit an dieser städtebaulich prägnanten Stelle ein besonderes Zeichen für sich und die Stadt gesetzt. Charakteristisch ist für die Fassade ihre harmonische Gliederung unter Verwendung klassischer Stilelemente: einer hohen Sockelzone mit breiten, rustizierten Fugen, einer Pilastergliederung in den beiden Obergeschossen, großen Dreiviertelsäulen an der gefasten Nordostecke sowie der obere Abschluss mit einem ausladenden Traufgesims.

Behütet wie unser Augapfel


25. Oktober 2022

Wir sind aktuell am wohl spannendsten Teil unseres Rückbaus: Die historische Rotunde im klassischen Sockelgebäude wird ganz vorsichtig zurückgebaut – behütet wie unser Augapfel. Dieser besondere Bauabschnitt dauert insgesamt ca. sechs Wochen und soll Mitte November abgeschlossen sein.

Stein für Stein

Der Rückbau der Rotunde erfolgt ganz kleinteilig und ohne Einsatz von schweren Geräten. Damit wird ein Bruch der Natursteine verhindert. Es kommt ein zusätzlicher Kran zum Einsatz, der die Steine dann auf Paletten verlädt, die dann mittels großem Mobilkran verladen und zu einer Lagerhalle des Steinmetz Alex Kaufmann gebracht werden. Die Alex Kaufmann GmbH (https://steinmetz-kaufmann.de) ist unter anderem spezialisiert auf Rückbau, Aufarbeitung und Wiederversetzung erhaltenswerter Bauteile. Alle unsere Steine werden dann katalogisiert, um sie für den späteren Einbau wieder wie ein Puzzle an Ort und Stelle verbauen zu können.

200 Tonnen Stahl halten 130 Jahre alte Fassade


1. Juli 2022

Unser cbt-Projekt besteht bekanntlich aus zwei spannenden Bestandteilen. Zum Einen bauen wir dieses zukunftsweisende 205 Meter hohe Hochhaus als Schlussstein auf die Neue Mainzer Straße in Frankfurt. Zum Anderen integrieren wir das über 130 Jahre alte, denkmalgeschützte Sockelgebäude in unsere Pläne. In ihm befindet sich die schöne Rotunde. Im vierten Stock wird später die Dependance des Weltkulturenmuseums einziehen.

Der innere Teil des Sockelgebäudes, die Rotunde, wird Stück für Stück abgetragen und später exakt an derselben Stelle wieder aufgebaut. Eine ganz besondere Vorgehensweise, die eine große Herausforderung für alle Beteiligten darstellt. Doch die noch größere Herausforderung ist die denkmalgeschützte Fassade sowohl an Neuen Mainzer Straße als auch zur Junghofstraße: Sie bleibt während der gesamten Bauarbeiten stehen.

Stahlstützen in der Betonplatte

Dass die Fassade aber im Wahrsten Sinne des Wortes stehen bleibt, muss sie abgestützt werden. Dafür werden auf den beiden Seiten Bodenplatten aus insgesamt 150 Kubikmeter Beton gegossen.

Beginn der Bohrpfahlarbeiten beim cbt


20. Mai 2022

Es ist viel los auf unserer Baustelle. Derzeit finden verschiedene Arbeiten gleichzeitig statt und jedes Rädchen muss in das andere greifen. Nur so können wir das begrenzte Baufeld inmitten des Frankfurter Central Business Districts effizient nutzen.

Auf Seite der Junghofstraße ist ein Bagger noch mit den restlichen Abbrucharbeiten beschäftigt. Er baut unterirdisch die Bodenplatte des ehemaligen Hochhauses zurück. Hinter der Baumaschine türmen sich gelbe Container auf. In ihnen wird Stützflüssigkeit angemischt, die für das Setzen der Gründungspfähle verwendet wird. Und Gründungspfähle ist das Stichwort und derzeitige Highlight im Bauprojekt:
Einer der größten Großdrehbohrgeräte Europas hat seine Arbeit aufgenommen. Es gilt 86 Löcher für die Gründungspfähle zu bohren. Jeder von ihnen hat einen Durchmesser von über 1,80 m und wird bis zu 60 Meter tief in den Frankfurter Boden gesetzt.

Wie Sie sehen, sehen Sie nichts


31. März 2022

Viele Frankfurterinnen und Frankfurter atmen auf. Der „Schönheitsmakel“ am Ende der Neuen Mainzer Straße ist endlich weg. Im Rahmen des Neubaus des Central Business Tower auf dem Grundstück im Herzen des Bankenviertels wurde der Gebäudekomplex am Rande der Taunusanlage nun zurück gebaut.

In nur wenigen Wochen konnten die beiden ersten Bestandsgebäude, wie im Februar angekündigt, Schritt für Schritt zurück gebaut werden. Gerade der Rückbau des 12-stöckigen ehemaligen Sparkassen-Gebäudes war sehr spektakulär. Mit seinem 40 Meter langen „Arm“ und seiner Hydraulikzange am Ende schnitt der Longfront-Bagger Stockwerk für Stockwerk von oben nach unten vorsichtig heraus. Den Fortschritt konnte man täglich beobachten. Seit einigen Tagen sind diese Arbeiten abgeschlossen. Zurück bleibt aktuell einzig das dritte Bestandsgebäude aus dem Jahr 1891 mit seiner denkmalgeschützten Außenfassade und der freie Blick aus der Neuen Mainzer Straße in die Wallanlage.

Bitte nehmen Sie bei Fragen und Anliegen rund um die Baustelle gerne mit uns Kontakt auf.
Sie erreichen uns telefonisch unter 069/90558755 oder per E-Mail unter baustelle@central-business-tower.de